Das Anschreiben

Bewerbung Anschreiben

Du hast es sicher schon tausend Mal gelesen, aber ganz ehrlich, das ist der Knackpunkt beim Anschreiben: Personaler lesen täglich Unmengen an Bewerbungen. Hundert Mal die gleichen Floskeln, Formulierungen, Beteuerungen. Das laaaaangweilt.

Das Anschreiben als Türöffner

Außerdem bewerben sich auf die meisten Stellen hunderte von Personen. Natürlich sind da Flachpfeifen dabei. Aber mindestens genauso viele, die ebenso gut qualifiziert sind wie du. Es reicht nicht, dich auf deine Zeugnisse und deinen achso-tollen Lebenslauf zu verlassen. Mit denen landest du zwar auf dem „vielleicht-einladen-Stapel“, gehst dort aber sehr wahrscheinlich unter, wenn es darum geht, eine kleine Handvoll Bewerber tatsächlich zum Vorstellungsgespräch einzuladen.

Solltest du eher in der Kategorie laufen, die irgendwo zwischen Flachpfeife und hochqualifiziert liegt, ist es umso wichtiger, nicht im Einheitsbrei unterzugehen.

Schon mit dem Deckblatt setzt du den ersten Reiz für den Personaler, dich interessanter zu finden als deine Konkurrenz. Im Anschreiben geht es weiter. Bring den Personaler dazu, dein Anschreiben nicht nur zu überfliegen.

Bewerbung authentischEr soll Spaß am Lesen haben und das Gefühl bekommen, dass er dich kennenlernen möchte, weil du sympathisch und echt bist. Nur dann nimmt er dir nämlich ab, dass deine dargestellten Qualifikationen im Anschreiben auch wirklich stimmen.

Stell dir vor, du hast deine eigene kleine Firma, die du ganz alleine aufgebaut hast und auch das ein oder andere finanzielle Risiko dafür auf dich genommen hast. Nun suchst du Hilfe im Sekretariat. Wenn ich dir jetzt aus dem Blauen heraus, ohne dass du mich kennst, schreibe, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin, kommunikativ, ergebnisorientiert, fleißig, zuverlässig und strukturiert – wie fühlt sich das an? Vor allem, wenn ich der zwanzigste bin, der das schreibt. Mit diesen unzusammenhängenden Behauptungen möchte ich nun von dir zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Würdest du mich einladen? Und die anderen zwanzig auch?

Was also kannst du in deinem Anschreiben anders machen, um deine Chancen zu erhöhen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden?

Wie du ein besseres Anschreiben formulierst

Die Einleitung – fällt weg. Ja ernsthaft. Kein „hiermit bewerbe ich mich..“, kein „mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen..“, kein „auf der Suche nach einer Herausforderung..“. Der Personaler hat eine Mail von dir bekommen mit dem Betreff „Bewerbung als“. Im Betreff deines Anschreibens steht das auch. Ebenso im Dateinamen. Er hat es mittlerweile verstanden.
Nochmal im Anschreiben darauf hinweisen? Laaaangweilig. Nervig für den Personaler. Deswegen weglassen. Dass du „mit großem Interesse“ die Anzeige gelesen hast, kann sich der Personaler auch denken, sonst hättest du dir nicht die Mühe gemacht, eine Bewerbung aufzusetzen. Damit vergeudest du nur wertvollen Platz, der für wichtigere Dinge reserviert ist und natürlich die Zeit und Nerven des Personalers.

Was schreibst du stattdessen? Du fängst knallhart mit deinem wichtigsten Argument an. Den ersten Satz musst du so schreiben, dass er alleine ausschlaggebend genug ist, um dich zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Das heißt nicht, dass du in einem Schachtelsatz über acht Zeilen alle deine Qualifikationen aufzählen sollst. Zusammenfassend in einem Satz (maximal zwei kurzen Sätzen) darstellen, was dich besonders für diese Stelle qualifiziert. So ein Satz könnte beginnen mit: „seit vier Jahren…“ oder „als Projektmanager im Bereich / als Krankenschwester mit dem Fokus xy / als Ingenieur und Zertifizierungsprofi..“.

Bewerbung ErfahrungenIm zweiten Absatz beschreibst du, was du bisher gemacht hast. Dafür suchst du dir zwei bis drei Erfahrungen raus, die perfekt zur neuen Stelle passen. Dann verabschiedest du dich vom Beamtendeutsch und formulierst schöne, einfache Sätze.

Zum Beispiel: „Ich plante Verkaufsaktionen und setzte diese um, verantwortete das Budget für den Autoeinkauf und koordinierte meine Mitarbeiter.“

Das Wichtigste im Anschreiben ist, dass du für alles, was du beweisen möchtest, Beispiele nennst. Nicht wie oben aufzählen, dass du fleißig, kommunikativ und strukturiert bist. Überleg dir stattdessen zu jeder dieser Eigenschaften ein Beispiel aus deinem Arbeitsleben, das wirklich beweist, dass du strukturiert (…) arbeitest.

Nachdem die meisten deiner Mitbewerber wohl ähnliche Erfahrungen wie du haben, darfst du jetzt im dritten (oder vierten) Absatz etwas tiefer graben und überlegen, welche zusätzlichen Qualifikationen du hast, die dich für die Stelle zusätzlich interessant machen. Sprachen? Technischer Background? Interkulturelles? Zusammenhang von Theorie und Praxis?

Im vierten Absatz geht es nun darum, die eigenen Wünsche, Wechselmotivationen, Erwartungen, etc. zu formulieren und einen Bezug zu Stelle/Unternehmen herzustellen. Bitte kein Blabla. Überleg, was dich wirklich an der Stelle reizt. Warum interessiert dich das Unternehmen? Wenn du hier keine Erklärungen findest, solltest du nochmal darüber nachdenken, ob der Job auch wirklich passt. Auf meinem Blog „Welt der Chancen“ habe ich einen Artikel zu diesem Thema geschrieben, der interessant für dich sein könnte.

Bewerbung TraumjobWenn du nun deinen wahren Grund gefunden hast, überlege, ob du ihn so nennen kannst. Falls nicht, formuliere ihn etwas diplomatischer. Manche Personaler mögen es, wenn man das Marketing-blabla von ihrer Homepage dezent mit einfließen lässt. Ich sage extra „dezent“. Einfach den Slogan widerkäuen machen die meisten.

Beim Abschlusssatz halte ich die Kommunikation auf Augenhöhe für besonders wichtig. Du bist kein Bittsteller, der auf die Stelle angewiesen ist, sondern bietest dem Unternehmen einen Mehrwert. Auch wenn das in der Realität vielleicht anders ist, versuchen wir diesen Eindruck aufrecht zu erhalten. Deswegen kommen hier keine Konjunktivformulierungen rein, wie: „Ich würde mich freuen…“. Sei taff. Steh dazu, dass du dem Unternehmen genauso etwas zu bieten hast, wie das Unternehmen dir!

Eins noch: Der kleine „Anlagen: Lebenslauf, Zeugnisse“-Disclaimer ist altmodisch.

Wenn du diese Tipps beherzigst, steigen deine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch immens an. Aber seien wir ehrlich, ich sag das so leicht dahin, weil ich seit Jahren Bewerbungen schreibe und es mir recht leicht fällt, passende Formulierungen zu finden. Jeder Mensch hat andere Talente. Das ist auch gut so. Sonst wäre die Welt – genau – laaaaangweilig 🙂

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Nur das Beste dür dich!
Deine Steffi

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